Fettige Bremsscheibe
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Landyfan21077
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Fettige Bremsscheibe
Moin Leute,
ich brauche mal Eure Hilfe.
Aus meiner Vorderachse tritt Fett aus und saut so richtig schön auf die Bremsscheibe. Bremswirkung ist somit gleich null und der Blaukittel ist wenig erfreut.
Hat vielleicht jemand eine Explosionszeichnung aus einem Handbuch für mich, damit ich weiß, wo ich den Simmerring finde??? Wäre recht hilfreich, weil so werkstattbegabt bin ich nicht!
Danke für Eure Hilfe!
Gruß
Joachim
ich brauche mal Eure Hilfe.
Aus meiner Vorderachse tritt Fett aus und saut so richtig schön auf die Bremsscheibe. Bremswirkung ist somit gleich null und der Blaukittel ist wenig erfreut.
Hat vielleicht jemand eine Explosionszeichnung aus einem Handbuch für mich, damit ich weiß, wo ich den Simmerring finde??? Wäre recht hilfreich, weil so werkstattbegabt bin ich nicht!
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Joachim
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- Rad runter
- Gummikappe abnehmen
- Bremsbeläge mit Wasserpumpenzange oder Schraubendreher vorsichtig 1-2mm zurückdrücken
- Bremssattel abbauen und an Federbein hochhängen
- Radlager lösen und herausnehmen
- Nabe mit Scheibe abnehmen
- Alles säubern!
Den entsprechenden Simmerring findest Du dann von der Rückseite (Diffseitig) in der Nabe. Er hält übrigens die Radlager gegen das Herausfallen fest.
Merk Dir, wie tief er eingeschlagen ist. Zieh den alten mit einer Wasserpumpenzange heraus. Neuen einsetzen und gleichmässig so tief einschlagen, wie der alte war. Gummilippe einölen oder fetten, sonst verbrennt sie bei der ersten Fahrt. Wichtig: Schlag ihn nicht tiefer ein, da sonst die Dichtlippe nicht mehr gegen das Achsgehäuse abdichtet und wieder alles heraussabbert. Meistens ist er bündig verbaut. !Vorsichtig! die Nabe mit Scheibe auf den Achsstummel setzen (Simmering könnte beim Aufsetzen am Gewinde beschädigt werden). In dieser Reihenfolge: Große Unterlegscheibe, Mutter, Blech, Mutter auf den Achsstummel. Blechnase des Verdrehsicherungsbleches umkanten (wahrscheinlich passt die alte Position wieder!). Das Festziehen der Muttern ist etwas schwierig zu beschreiben. Ich hab es im Gefühl. Die Nabe darf sich nicht zu schwer, aber auch nicht zu leicht drehen (soll in axialer Richtung kein Spiel haben). Vielleicht kann das jemand anderes besser beschreiben.
Gummikappe drauf. Fett drauf, fertig.
Werkzeug:
Stück Draht
Knarrenkasten Vielzahn oder Ringschlüssel
Wasserpumpenzange
Schlüssel für Muttern des Radlagers oder WaPu-Zange
Hammer
Messingdorn 10 mm flach
Fett oder Öl
Zeit: 30 min
- Gummikappe abnehmen
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Den entsprechenden Simmerring findest Du dann von der Rückseite (Diffseitig) in der Nabe. Er hält übrigens die Radlager gegen das Herausfallen fest.
Merk Dir, wie tief er eingeschlagen ist. Zieh den alten mit einer Wasserpumpenzange heraus. Neuen einsetzen und gleichmässig so tief einschlagen, wie der alte war. Gummilippe einölen oder fetten, sonst verbrennt sie bei der ersten Fahrt. Wichtig: Schlag ihn nicht tiefer ein, da sonst die Dichtlippe nicht mehr gegen das Achsgehäuse abdichtet und wieder alles heraussabbert. Meistens ist er bündig verbaut. !Vorsichtig! die Nabe mit Scheibe auf den Achsstummel setzen (Simmering könnte beim Aufsetzen am Gewinde beschädigt werden). In dieser Reihenfolge: Große Unterlegscheibe, Mutter, Blech, Mutter auf den Achsstummel. Blechnase des Verdrehsicherungsbleches umkanten (wahrscheinlich passt die alte Position wieder!). Das Festziehen der Muttern ist etwas schwierig zu beschreiben. Ich hab es im Gefühl. Die Nabe darf sich nicht zu schwer, aber auch nicht zu leicht drehen (soll in axialer Richtung kein Spiel haben). Vielleicht kann das jemand anderes besser beschreiben.
Gummikappe drauf. Fett drauf, fertig.
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Landyfan21077
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Ich mußte es letzten Herbst auch machen. Habe auf die Zeichnung geschaut und war trotzdem nicht weiter. Also ran.
Ich habe bei der Gelegenheit auch gleich die Radlager getauscht. Meine rechte Seite mußte ich gleich 3 Mal abnehmen, weil ich den Simmerring zu tief eingeschlagen hatte.
1. Mal: getauscht und neues Öl drauf.
2. Mal: nach Probefahrt rechts keine Bremse mehr, weil Öl auf der Scheibe. Also nachschauen und keinen Defekt gefunden. Einfach gefahren.
3. Mal: Fehler weil Simmerring zu tief. Neu gemacht, bündig und seitdem Ruhe.
Der Tausch ist echt einfach. Nachteil beim Aufstecken auf den Stummel: Die Nabe ist mit Scheibe relativ schwer.
Ganz wichtig ist, daß Du alles topsauber machst, damit der neue Ring nicht gleich wieder undicht ist, weil irgendwo ein Sandkorn drunterliegt.
Da Du die Lager nicht neu machst, werden die Muttern auch wieder in der richtigen Positon stehen. Du solltest Dir auf jeden Fall merken, wie schwer sie sich lösen lassen. Wenn Du die Muttern aufschraubst, zieh sie einmal richtig gut fest und dreh die Nabe hin und her. Dann löst Du sie wieder ein wenig und wiederholst es so lange, bis die Stellung der Muttern in Abhängigkeit mit der gemerkten Kraft wieder paßt. Merk Dir auch, wie schwer die Nabe sich vor der Reperatur drehen läßt.
Ich habe bei der Gelegenheit auch gleich die Radlager getauscht. Meine rechte Seite mußte ich gleich 3 Mal abnehmen, weil ich den Simmerring zu tief eingeschlagen hatte.
1. Mal: getauscht und neues Öl drauf.
2. Mal: nach Probefahrt rechts keine Bremse mehr, weil Öl auf der Scheibe. Also nachschauen und keinen Defekt gefunden. Einfach gefahren.
3. Mal: Fehler weil Simmerring zu tief. Neu gemacht, bündig und seitdem Ruhe.
Der Tausch ist echt einfach. Nachteil beim Aufstecken auf den Stummel: Die Nabe ist mit Scheibe relativ schwer.
Ganz wichtig ist, daß Du alles topsauber machst, damit der neue Ring nicht gleich wieder undicht ist, weil irgendwo ein Sandkorn drunterliegt.
Da Du die Lager nicht neu machst, werden die Muttern auch wieder in der richtigen Positon stehen. Du solltest Dir auf jeden Fall merken, wie schwer sie sich lösen lassen. Wenn Du die Muttern aufschraubst, zieh sie einmal richtig gut fest und dreh die Nabe hin und her. Dann löst Du sie wieder ein wenig und wiederholst es so lange, bis die Stellung der Muttern in Abhängigkeit mit der gemerkten Kraft wieder paßt. Merk Dir auch, wie schwer die Nabe sich vor der Reperatur drehen läßt.
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Landyfan21077
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Die Aktion war nun wirklich eine Lachnummer! Hat zwar länger als 30 Min gedauert, aber für`s erste mal war`s okay.
Nur die Bremswirkung ist immer noch einseitig. Hab die Scheibe und die Beläge zwar in Bremsreiniger "gebadet" und abgebrannt, aber trotzdem.
Eventuell müssen halt doch neue Beläge rein.
Gruß
Joachim
Nur die Bremswirkung ist immer noch einseitig. Hab die Scheibe und die Beläge zwar in Bremsreiniger "gebadet" und abgebrannt, aber trotzdem.
Eventuell müssen halt doch neue Beläge rein.
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Landyfan21077
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Wie der Radbremszylinder? Vorne Trommeln?
Trat dieses Phänomen schon mal auf?
Die inneren Bremskolben versiffen stärker als die äußeren. Da sammelt sich Bremsstaub, Sand, Matsch etc. auf der Fläche zwischen dem Sattel und dem Belagträger. Das Problem ist, daß die Kolben hartverchromt sind. Nach langer Zeit platzt die Schicht zumindest stellenweise ab. Dort entsteht Rost. Mit der anderen Peke zusammen wird der Kolben dann dicker und läuft nicht mehr leicht. Bei mir liefen die inneren Kolben auch etwas schwerer. Ich habe sie vorsichtig so weit, wie möglich, herausgedrückt, mit 400er Schmirgelleinen geglättet und gesäubert. Dann vorsichtig mit Kupferpaste eingeschmiert und wieder zurückgedrückt. Danach bremste die Karre wie ein Formel 1 Wagen. Seitdem bisher keine neuen Probleme. Die neuen Kolben liegen jetzt seit 3 Jahren im Regal und warten auf ihren Zeitpunkt.
Das Problem kannst Du evtl. schon durch unterschiedliche Abnutzung zwischen Innen und Außen sehen. Unsere Autos haben nicht, wie ein anderen PKW, einen schwimmenden Sattel. Der würde das ausgleichen.
Trat dieses Phänomen schon mal auf?
Die inneren Bremskolben versiffen stärker als die äußeren. Da sammelt sich Bremsstaub, Sand, Matsch etc. auf der Fläche zwischen dem Sattel und dem Belagträger. Das Problem ist, daß die Kolben hartverchromt sind. Nach langer Zeit platzt die Schicht zumindest stellenweise ab. Dort entsteht Rost. Mit der anderen Peke zusammen wird der Kolben dann dicker und läuft nicht mehr leicht. Bei mir liefen die inneren Kolben auch etwas schwerer. Ich habe sie vorsichtig so weit, wie möglich, herausgedrückt, mit 400er Schmirgelleinen geglättet und gesäubert. Dann vorsichtig mit Kupferpaste eingeschmiert und wieder zurückgedrückt. Danach bremste die Karre wie ein Formel 1 Wagen. Seitdem bisher keine neuen Probleme. Die neuen Kolben liegen jetzt seit 3 Jahren im Regal und warten auf ihren Zeitpunkt.
Das Problem kannst Du evtl. schon durch unterschiedliche Abnutzung zwischen Innen und Außen sehen. Unsere Autos haben nicht, wie ein anderen PKW, einen schwimmenden Sattel. Der würde das ausgleichen.
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Okay, also nicht Radbremszylinder, sondern einfach nur Bremskolben.
Wie schon geschrieben, bin werkstatttechnisch eher talentfrei.
Ist aber trotzdem ein guter Hinweis, wenn er sich nicht einbremst, werde
ich versuchen die Bremskolben gangbarer zu machen.
(Zylinder, Kolben,
ist das nicht dasselbe?
Gruß
Joachim
Wie schon geschrieben, bin werkstatttechnisch eher talentfrei.
Ist aber trotzdem ein guter Hinweis, wenn er sich nicht einbremst, werde
ich versuchen die Bremskolben gangbarer zu machen.
(Zylinder, Kolben,
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Vorne hast Du je einen 4-Kolben-Sattel links und rechts mit 2 Kolben innenliegend und 2 Kolben außenliegend. An der Hinterachse, wenn es eine trommelgebremste ist, hast Du je einen Radbremszylinder links und rechts mit zwei Kolben.
Das ist nur eine Begriffssache. Die Funktion an sich ist im Prinzip gleich. Bei beiden Arten wird mit Hilfe von Hydraulik (Bremsflüssigkeit) ein Kolben aus einem Zylinder gedrückt.
Beim Hauptbremszylinder passiert dasselbe, nur umgegehrt. Auf einen Kolben wird Druck ausgeübt. Dieser Druck wird mit Hilfe der Bremsflüssigkeit weitergeleitet an die Räder und drückt dort die Kolben wieder heraus. Ist wie eine Fernbedienung.
Eine Überhohlung lohnt sich bei den Radbremszylindern nicht, da sie relativ günstig zu ersetzen sind. Die Sättel sind teurer. Daher lohnt sich dort eine Überholung der Kolben und Dichtungen. Kolben für die Sättel gibt es auch aus Edelstahl. Die halten dann auch länger als die originalen hartverchromten.
Das ist nur eine Begriffssache. Die Funktion an sich ist im Prinzip gleich. Bei beiden Arten wird mit Hilfe von Hydraulik (Bremsflüssigkeit) ein Kolben aus einem Zylinder gedrückt.
Beim Hauptbremszylinder passiert dasselbe, nur umgegehrt. Auf einen Kolben wird Druck ausgeübt. Dieser Druck wird mit Hilfe der Bremsflüssigkeit weitergeleitet an die Räder und drückt dort die Kolben wieder heraus. Ist wie eine Fernbedienung.
Eine Überhohlung lohnt sich bei den Radbremszylindern nicht, da sie relativ günstig zu ersetzen sind. Die Sättel sind teurer. Daher lohnt sich dort eine Überholung der Kolben und Dichtungen. Kolben für die Sättel gibt es auch aus Edelstahl. Die halten dann auch länger als die originalen hartverchromten.
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TÜV!!!
Um die Geschichte zum Ende zu bringen:
Mein Schüttelbock hat sich ohne weiteres zutun eingebremst, astreine Bremswerte auf dem Rollenprüfstand! Der Blaukittel hat seinen Segen für die kommenden zwei Jahre erteilt!
Ganz herzlichen Dank an die Gemeinde für die konstruktive Anteilnahme!
Gruß aus Hamburg
Joachim
Mein Schüttelbock hat sich ohne weiteres zutun eingebremst, astreine Bremswerte auf dem Rollenprüfstand! Der Blaukittel hat seinen Segen für die kommenden zwei Jahre erteilt!
Ganz herzlichen Dank an die Gemeinde für die konstruktive Anteilnahme!
Gruß aus Hamburg
Joachim
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