wir haben ja alle in unserem Landy den kleinen zusatz Schaltknauf, der im Gelände Allrad bzw. dieUntersetzung zuschaltet... Kann mir jemand mal "genauer" (verständlich reicht mir ) erklären, was welche Stellung bewirkt und vorallem wann was geschaltet werden kann / sollte?! Soweit ich weiß sollte man ja um zu schalten nicht schneller wie 20 km/h sein, ist das richtig?
Der deutsche Wolf (der von Mercedes) hat ja noch 2 Sperren, für die Vorder- und Hinterachse; die hat mein 110er nicht, sind die permanent geschaltet oder kann man sie nachrüsten beim Landy? Konnte neulich bei diversern Geländefahrten mit dem Wolf nach "aufsitzen und nichts geht mehr" mit den Sperren jedesmal den Wagen wieder fahrtüchtig bekommen... schlecht scheinen sie ja nun nicht zu sein -Braucht man sowas bei "normalen" Geländefahrten im Landy auch oder macht er das Nichtvorhandensein durch andere Stärken wett?
Mal zu Teil 2 deiner Frage: Landrover hält die beiden Achssperren für überflüssig Deine Erfahrung giebt denen ja wohl Recht, oder? Natürlich kommt der Mercedes G an irgendeiner Stelle, dann wenn dein Landy mit jeweils einem Rad an jeder Achse durchdreht, immer noch weiter. Aber die Glaubensfrage ist jetzt: Brauchen wir das? Nachrüstbar ist das. Mit Druckluft werden dann die beiden Achsdiffs gesperrt. Hatte mal ein Kumpel von mir für vieeeeel Geld machen lassen. Ist dann aber im Gelände keinen Meter weiter gekommen als meine alter 110er
Das Hebelchen sperrt das Mitteldiff. Versorgt also die Achsen mit jeweils 50% Leistung. Dreht aber jeweil ein Vorderrad und ein Hinterrad durch, oder hängt in der Luft, verpufft die Leistung am durchdrehenden Rad. Dem vorausschauenden Landyfahrer wird aber so was ja eh nie passieren, oder?
Und wenn Dir deine Mechanik lieb ist schaltest Du das im stehen und vorher. Nicht erst wenn Du im Schlamm sitzt.
Der 90/110 hat Permanent Allrad und fährt meistens in:
H ohne Difflock, d.h. Kraft teilt sich frei auf alle vier Räder und das Getriebe ist in den hohen Gängen, keine Untersetzung. Keine Verspannung des Antriebsstranges bei Kurvenfahrten.
Dann gibt es noch:
H mit Difflock ist wahrscheinlich der Fahrmodus der am wenigsten gewählt wird, hohe Gänge, aber Mitteldifferenzial gesperrt. Kraft 50:50 Vorderachse:Hinterachse. Bei festem Untergrund ohne Schlupf kann es zu Verspannungen im Antriebsstrang kommen. Theoretisch auf Wellblechpisten Schotter oder auf einem zugefrorenen See zu wählen.
L ohne Difflock d.h. Kraft teilt sich frei auf alle vier Räder und das Getriebe ist in den kleinen Gängen durch Untersetzung.
Ist zu wählen wenn Kraft benötigt wird, man sich aber auf festem Untergrund befindet, z.B. Anfahren mit Hänger am steilen Berg.
Dabei durch die Gänge schalten und in Fahrt aus L auf H schalten ist möglich. Von H auf L nur im im Stehen oder langsamen Rollen!
L mit Difflock, Geländetour mit Matsch, Sand oder Schnee (Schlupf)
Falls sich der Antriebsstrang durch die Diffsperre verspannt hat kann es vorkommen das die Spere nicht mehr raus geht, dann einige Meter gerade rückärts fahren.
Obige Ausführungen können noch ergänzt werden, mir fällt blos grad nix mehr ein.
na da sag ich mal brav danke und finde die infos schon mal sehr informativ! kennt noch jemand die abkürzungen wofür h und l steht? high und low oder so?
also ich behalte auf jeden fall das wichtigste: im stand schalten und vor dem problem den passenden "gang" wählen, und falls gar nichts mehr geht immer einen zweiten landy dabei haben
aber buddeln macht ja auch spaß!
es grüßt
Thorsten
Hä?
Wie bist Du denn die letzten Male im Gelände durchgekommen
Ich geh mal davon aus das Du nur so sicherheitshalber fragst.
Land Rover war lange der Meinung ihre Modelle brauchen keine Achssperren. Die haben genug Verschänkung.
Vielleicht wissen sie aber auch aus zuverlässiger Quelle das die Steckachsen und Diffs eine zu rücksichtslosen Einsatz einer Achssperre nicht schadlos überstehen.
Richtig angewand könne Achssperren sogar Materialschonend sein.
Der BW Wolf muss derbe suchen um HM Wolf ausstechen zu können.
Zumindest einen ohne Bowman Funke.
Die Untersetzung kann man auch mit Übung und Technik im rollen schalten.
Samstag ist Stammtisch!
Best regards.
Chr.
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klar frage ich nur sicherheitshalber, war und bin ja auch im gelände unterwegs, aber es ist eben ein unterschied ob man nur etwas macht, oder eben weiss was man da eigentlich macht
ich möchte es eben langsam aber sicher genauer wissen... kommt zeit kommt rat.
zu den fahrten mit dem bw wolf: also er ist schon nicht schlecht! klar ist ein landy super im gelände, aber auch mein "dienstwagen" kommt durch viel schlamm und tiefe pfützen, sand etc. man muss eben üben, mit dem fahrzeug umgehen lernen und dann ist das schon eine schöne sache und "mein" deinstwagen hat mich noch bei keinem ausflug im stich gelassen. wobei das alles ein landy auch geschafft hätte - keine frage! ist eben nur doch mal ganz nett den vergleich zu haben, mit achssperre und dem wolf eigenschaften und dann mit den pro und contras eines 110er landrovers. aber ich kann die gemüter nur beruhigen: beides sind gute gelände autos und schaffen so einiges!
Und Thorsten muss, so wie wir alle, nur ein ganz ganz winzigen Teil der Kosten tragen.
Es sei denn er springt mit dem Ding vonna Brücke oder so, willentlich!
Aus ein Flugzeug is ja erlaubt ... Oder?
Best regards.
Chr.
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Also was die Kosten angeht... da muss ich Dir Recht geben, die trage ich solange ich mich nicht zu blöd anstelle nicht selber. Aber dennoch würde ich niemals (!) aus einem heilen Flugzeug springen, weder ohne Auto noch mit Dienstwolf oder Landy...
Aber natürlich fahren wir alle im Dienst ganz vorsichtig und haben nur "selten" Reparaturen, die auf unvorsichtige Dinge zurückzuführen sind