Simmering defekt

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Hummel
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Simmering defekt

Beitrag von Hummel »

Am vorderen Wellenausgang vom Verteilergetriebe läuft etwas Öl aus. Habe heute mal einige Bilder angefertigt und dabei gesehen, dass ein Blechring gelöst zu sein scheint. Ich nehme an, dass ist der Simmering?

Wer kann kurz und knackig erzählen, wie man das Ding auswechselt?
 

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Alle Fragen beziehen sich sicherlich auf meinen Defender 110 Hardtop (genannt HUMMEL) exMOD Bauj. 1995 mit 2,5 Ltr. 68PS Saug-Diesel .
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fatz
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Re: Simmering defekt

Beitrag von fatz »

Hummel hat geschrieben:Wer kann kurz und knackig erzählen, wie man das Ding auswechselt?
also das blechding schleudert nur den dreck weg. ein simmering ist aus gummi, immer.

wechseln:
auto am besten mit nase nach oben parken, dann laeuft (fast) kein oel aus.
antriebswelle abflanschen (4 schrauben)
getriebeflansch abschrauben (1 fette mutter mit sicherung)
oelschuessel unterstellen (keine angst da kommt nicht viel)
getriebeflansch runterziehen
alten simmerring mit schraubenzieher raushebeln
neuen einbauen
(das war immer ziemlich aetzend, bis ich mir mal eine ca 7mm dicke holzscheibe von der groesse des simmerings
gedrechselt hab, der innen eine aussparung fuer die dichtlippe hat. damit und mit dem flansch kriegt man den neuen
ring ganz schnell und einfach reingepresst.)
flansch wieder rein...

irgendwo war noch eine filzdichtung drin, damit an der flanschmutti kein oel raussickert. hab aber vergessen wo
 

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Hummel
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Re: Simmering defekt

Beitrag von Hummel »

Hat jemand evtl. auch noch die Teilenummer oder Link zum passenden Angebot zur Hand?

Sollten bei der Gelegenheit andere Teile ausgetauscht werden, Lager o.ä.??
 

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fatz
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Re: Simmering defekt

Beitrag von fatz »

nur der siffende simmering. am flansch noch die laufflaeche kontrollieren, wenn eingelaufen,
dann fuer's naechste mal noch einen neuen flansch. von den dichtungen wuerd ich mir
gleich noch 2 in reserve kaufen, die brauchst oefter und sie sind an diffs und getriebe
gleich.
edit: die nummer auf der tuete in meiner teilekiste ist frc7043. kann aber sein, das es das gleiche
teil unter mehreren nummern gibt. nimm originalteile die nachbauten halten meist nicht so lang.
baermac ist ok.
 

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Iltis05
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Re: Simmering defekt

Beitrag von Iltis05 »

Moin,

also ist das Ganze also bei eingebautem Getriebe möglich?! Ich stehe nämlich vor dem gleichen Problem und will das auch möglichst lösen.

Lässt sich die Welle einfach abschrauben und rausnehmen? Bei meinem Iltis musste ich z.B. zum Demontieren und Einsetzen der Kardanwelle das Hinterachsdifferenzial etwas lösen.

Den passenden Ring müsste es sicherlich bei FDW-Ebner geben, die sind nach Neujahr wieder zu erreichen.

Gruß Tim
 

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fatz
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Re: Simmering defekt

Beitrag von fatz »

Iltis05 hat geschrieben:also ist das Ganze also bei eingebautem Getriebe möglich?! Ich stehe nämlich vor dem gleichen Problem und will das auch möglichst lösen.
aber klar. wenn du fix bist, dauert das gane 15min. das "problem" hast du sowieso so alle 2 jahre. zumindest bei den
dichtungen, die nach vorn zeigen.
Lässt sich die Welle einfach abschrauben und rausnehmen?
glaub's mir. hab ich schon mehr als einmal gemacht. die 4 schrauben der kardanwelle siehst eh auf dem foto oben
und der flansch am getriebe steckt mit keilprofil auf der getriebewelle und wird nur mit einer dicken mutti gehalten.
guckt doch einfach mal ins werkstattbuch. da ist sicher eine explosionszeichnung drin.
 

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Re: Simmering defekt

Beitrag von Iltis05 »

Das Werkstatthandbuch ja.....ich wünschte ich hätte schon eins. Eine Teileliste hab ich jedenfalls vor paar Tagen schon mal als PDF erhalten.Ein Handbuch wäre nicht schlecht am besten in Papierform.

Aber gut, glaube das bei mir nämlich auch dort Öl rauskommt, aber wenn es relativ einfach zu machen ist bin ich ja beruhigt.

Ist das bei den Landies ne Kinderkrankheit daß die da immer undicht werden und warum muss man es denn rund alle zwei Jahre machen?
 

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Re: Simmering defekt

Beitrag von leaky »

Bei mir hat es Jahre gedauert bis ich es endlich verstanden hatte.......wenn aus einem Landy kein Öl mehr ausläuft, ist auch keins mehr drin.

aber viel schwerer war es das umzusetzen: Du sollst das Ding fahren und nicht hören.....heute sind es fast 32 Jahre und an die ständig wechselnden Eigen(Fahr)geräusche
muss ich mich immer noch zwingen, sie zu überhören. :wink:
 

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Re: Simmering defekt

Beitrag von fatz »

jo! ein rover der ned tropft is leer. das ganze ist aber kein bug sondern ein feature: selfrustproofing.
schon mal einen landy gesehen, der im getriebebereich rost am rahmen hat?

und ja, die wellendichtungen sind ab und zu mal faellig. genauso wie die dichtungen, die verhindern,
das das oel aus den vorderen radlagern auf die bremscheiben saut. bei letzeren hilft allerdings den fuellstopfen
durchbohren und eine entlueftung dranbauen.
 

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Re: Simmering defekt

Beitrag von Iltis05 »

Moin Leuz!

So, letzte Woche am Landy komplett alle Öle getauscht und dabei mal vernünftig das Getriebe von unten gesehn!
Also wies aussieht kommt bei mir kein Öl am Simmerring raus, sondern an dieser ich sag mal Glocke vom Flansch, wo die Kardanwelle von vorne kommend ins Getriebe reingeht. Da konnte ich mindestens 3 Schrauben aber richtig nachziehen, die waren locker!Auch an diesen ich sag mal Deckeln, gut, die könnte man vielleicht mal richtig abnehmen und mit Flächendichtung neu einsetzen.Muss jetzt mal beobachten obs weniger geworden ist!
Wie dolle ölen eure denn so? Wie habt ihr das vorm TÜV gelöst?

Hab neulich gehört, daß auch neue Getriebe schon nach paar Tagen geölt haben. Würde mich daher interessieren was normal ist und was ich einfach so hinnehmen soll und was nicht.

Gruß Tim
 

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Re: Simmering defekt

Beitrag von Fursty Ferret »

Tja, was ist schon normal...
Keine Ahnung- wenn der abgewischte Öltropfen nach 2 Minuten schon wieder drunterhängt ist es wohl ein bißchen viel.
Vorm TÜV wird halt nochmal alles abgewischt und gut ist. Die erste Wahl ist beim Landy sowieso ein Landmaschinen erprobter TÜV-Prüfer. Die sind in solchen Dingen meist nicht ganz so pingelig :roll:
Die große Schwachstelle beim LT230 ist die Zwischenwelle. Die ist nur mit einem O-Ring gegen das Getriebegehäuse abgedichtet. Wenn das Gehäuse dann noch leicht ausgeschlagen ist, kriegt man das so ohne weiteres nicht mehr vernünftig dicht. Da hilft dann nur ausbuchsen. Aber ob das den Aufwand lohnt, sei dahingestellt...
 

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Gruss,
Christian
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