Serie 2a, H-Kennzeichen, zeitgenössischer Umbau

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itchy
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Serie 2a, H-Kennzeichen, zeitgenössischer Umbau

Beitrag von itchy »

Hallo Leute,

Hat jemand von Euch vielleicht in Seiner Sammlung ein Prospekt oder einen Bericht, der zum einen älter als 20 Jahre alt ist, und zum anderen von einen Umbausatz des Serie (2a) Landy auf Mercedes-Diesel-Motoren beschreibt oder erwähnt? Ideal wäre eine Werbeprospekt in dem ein Umbaukit angeboten wird. Eine Kopie der entsprechenden Seite würde mir sehr weiter helfen.

Hintergrund ist folgender: ich fahre einen S2a, 109er, Umbau auf MB-Diesel. Den Umbau hat bereits der Vorbesitzer gemacht, aber ich kann nicht nachweisen wann das genau war. Um trotzdem eine Chance auf ein H-Kennzeichen zu haben muss ich nachweisen, dass es sich dabei um einen zeitgenössischen Umbau handelt - und das geht am einfachsten, wenn man aus der betreffenden Zeit (>20 Jahre) ein Angebot findet, welches genau diesen Umbau bietet.

Vielleicht blättert ja der eine oder andere in der ruhigen Zeit in seiner Sammlung, und findet dabei das gesuchte - würde mich sehr freuen!

Vielen Dank im Voraus,

Gruß Itchy

P.S.: Sorry für X-Post
 

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Volker
Quasselstrippe
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Beitrag von Volker »

... wenn man aus der betreffenden Zeit (>20 Jahre) ein Angebot findet, welches genau diesen Umbau bietet.
Das wirst Du nach meiner Einschätzung nicht finden.
2005 - 20 = 1985 - Ende Serie III / Anfang 90/110
Ich fahre LR seit 1982 und denke, daß ich daher weiß, wovon ich schreibe.

Der Land Rover ist ein Auto von Bastlern für Bastler. In der guen alten LR-Zeit gab es einige, die selbst "geforscht und getüftelt" haben und dabei auch MB-Motoren eingebaut haben. Peugeot, Mercedes, Iveco, Perkins waren wohl die gängigen Motoren auf die umgebaut wurde.

1985 hat ein Freund seinen 109 III Mercedes umgebaut. Der gute war Meister bei der Firma mit dem Stern, konnte auf das Teileprogramm dieses Herstellers zugreifen, wußte, wo man professionelle Änderungen (Kardanwelle / Flansche) in Aufrag geben konnte und das Ergebnis war nicht beeindruckend abgesehen davon, daß die vordere Kardanwelle gelegentlich an der Ölwanne schliff.
Ähnlich ging es mit den meisten do it yourself - Umbauten.

Die einzigen professionellen Motorumbauten, die auch mehrfach gleich ausgeführt und dokumentiert sind, dürften die Umbauten auf Peugeot nach Eggers oder Kunert sein. Beide Personen leben heute nicht mehr.

Abgesehen davon, daß man damals "gemacht hat" und nicht "hat machen lassen" und daher keine Angebote finden wird, war der Mercedes-Umbau wohl immer Eigentüftelei.
 

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itchy
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Beitrag von itchy »

Hallo,
1985 hat ein Freund seinen 109 III Mercedes umgebaut.
Gibt es denn dazu noch irgendwelche Dokumente? Eine Kopie des Briefes vom Umbau 1985 würde mein Problem ja schon weitgehend aus der Welt schaffen.

Vielen Dank,
Gruß Itchy
 

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Volker
Quasselstrippe
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Beitrag von Volker »

Gibt es denn dazu noch irgendwelche Dokumente? Eine Kopie des Briefes vom Umbau 1985 würde mein Problem ja schon weitgehend aus der Welt schaffen.
Damit kann ich leider nicht dienen. Der betreffende hat den Serie-Landy bald danach verkauft und dann mehrere Discos und 110 verschlissen...
Leider ist auch der Kontakt abgerissen und ich weiß nicht, wo er derzeit zu erreichen wäre.

Aber in diversen Foren (ggf. viermalvier) nach Briefkopien mit Mercedes-Motor suchen, müßte doch bestimmt Erfolg bringen.
 

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Anoplophora
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Beitrag von Anoplophora »

...oder mal beim DLRC nachfragen oder auch bei Emanuel Ebner von FWD...

Horrido
Tom
 

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Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben. (Alexander von Humboldt)

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roverle
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Beitrag von roverle »

Hallo Itchy,
hallo Volker,
was Itchy betrifft, hatten wir das Vergnügen ja schon auf viermalvier.de.
Es ist allerdings nicht ganz richtig, was Volker zu dem Mercedes-Umbau sagt. In Frankweiler/Pfalz gibt es die Firma Lippoldt. Die haben vor 30 Jahren mit dem Umbau auf OM616 in Landrover angefangen und über 10 Jahre lang fortgeführt. Die Firma hat davon gelebt.
Heute haben sie eine Mercedes-Vertretung. Der alte Herr Lippoldt ist vor einigen Jahren gestorben und sein Sohn will mit diesen Umbauten leider nichts zu tun haben. Wenn man nachfragt, hatt man das Gefühl, man berührt ein Tabuthema.
Mein Eindruck ist, daß die meisten Umbauten dann auch tatsächlich in Rheinland-Pfalz und Baden-Würtenberg zu finden sind.
Was man allerdings auch sagen muß, ist, daß die Arbeit der Firma Lippoldt von damals eher nach "Quick and dirty" aussieht.
Itchy, vielleicht magst Du da ja auch noch mal anrufen und hast mehr Glück als ich. In den letzten Jahren habe ich immer mal wieder versucht Unterlagen zu bekommen. Immer ohne Erfolg.
Mein persönlicher Besuch war noch am erfolgreichsten. Seither weiß ich, das meiner dort umgebaut wurde und das die Adapterringe für das Getriebe aus Hamburg kamen. Sehr viel mehr braucht es bei dem Umbau auf OM616 910 (Transporter) auch nicht.
Wer auf einen moderneren OM616 aus dem PKW umrüsten will, der muß dann in die Teilekiste bei Mercedes langen. Da wird es dann schwierig.
Wie Dein Kumpel es geschafft hat, die Antriebswelle an der Ölwanne schleifen zu lassen, ist mir allerdings ein Rätsel.
Bei Verwendung der PKW-Ölwanne ist normalerweise die Vorderachse im Weg.
Die Transporter-Ölwanne passt, wenn man den Motor ohne Ölwanne an seinen Platz bringt und dann die Ölwanne von unten einsetzt.

Gruß, Chris
 

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stockmag
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Beitrag von stockmag »

hi holger, forsch doch mal bei den jeep-besitzern, soviel ich weiss wurden die nach dem ww2 professionell (also auch von firmen) auf diesel umgerüstet, hatte damals schon in einigen ländern einen zulassungs- und besteuerung vorteil (glaub österreich). schreib doch mal einen leserbrief an die lro oder lrw oder lre, die engländer sind doch für alle conversions zu haben ...

http://www.retro.co.za/lr/tech/S3ADE.gif
 

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Volker
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Beitrag von Volker »

In Frankweiler/Pfalz gibt es die Firma Lippoldt. Die haben vor 30 Jahren mit dem Umbau auf OM616 in Landrover angefangen und über 10 Jahre lang fortgeführt. Die Firma hat davon gelebt.
Ja, wenns denn so ist :wink:
Vor 30 Jahren = 1975 wurde der DRC gegründet. Wegen der geringen Zahl der paar LR, die damals und in den folgenden 10 Jahren in D unterwegs waren, war es ja so toll, dabei gewesen zu sein. :D
Nur die hätten ja bald alle bei Herrn Lippoldt den Motor wechseln lassen müssen, um dessen Firma 10 Jahre am Leben zu erhalten.
"Quick and dirty"
Dann wird er auch einer jener Bastler und Tüftler gewesen sein ... :wink:

So auch Wolfgang mit seiner teilweise schleifenden Kardanwelle. Das lag eindeutig an den Gummilagern des Motors. Aber so waren die Umbauten damals eben: nie ganz fertig aber man wußte eigentlich immer genau was noch zu tun ist.
Dafür liegen in der Wüste ja genug alte Reifen rum, um so etwas zu schnitzen. :roll:
 

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roverle
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Beitrag von roverle »

Ja nu Volker....
der Landy war nicht immer ein Kultfahrzeug, sondern eben ein Nutzfahrzeug.
Warum sollte Winzer B. dem DRC beitreten? Der wollte einen Geländewagen für seine Wingerte und mehr nicht. Wie viele Defenderfahrer sind in einem Club? Ich schätze, wenige (die Blonde hier um die Ecke auf jeden Fall nicht).
Und von Natur aus gab es immer einige LandRover in Deutschland. Zum Beispiel bei der britischen Rheinarmee, beim BGS, der Bundeswehr und die Tempos zähle ich auch dazu. Die gibt es auch mit DB-Motor.
Die Zulassungszahlen wären da aussagekräftiger.
Frankweiler liegt nahe der Französischen Grenze. In Frankreich gibt es noch heute Unmengen an SII und SIII. Fahrend und gammelnd.
Natürlich hat Herr Lippoldt zur selben Zeit auch mit gebrauchten Mercedes hantiert. Irgendwo mußten die Aggregate ja herkommen. Denn meines Wissens hat er immer Gebrauchtmotoren verbaut.
Ich habe gerade bei jemandem in der Nähe von Darmstadt einen Adapterring gekauft, der diese Umbauten immer noch durchführt und die Ringe regelmässig anfertigen läßt (leider will er ungenannt bleiben). So wie er sagt, sind diese Umbauten in Spanien immer noch sehr beliebt.
Jeder Fachmann kennt diese Konversionen und ihre verschiedenen Ausführungen.
Soooo wenige können es also nicht gewesen sein.
 

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