wie schon angedroht, wollte ich hier im Forum im Zuge der Arbeiten fortlaufend einen Text über die Reparatur meines 110 schreiben - jetzt ist er getüvt, und geschrieben ist noch nix.
Aber dann gibt es eben eine Nacherzählung:
am 28.11.14 habe ich den 110 gekauft und per Trailer nach Hause gebracht. Obwohl ich mich vorab schon über die wichtigen Dinge informiert hatte, muß ich im Nachhinein zugeben, daß ich auch eine Menge Glück hatte, denn vieles wußte ich da noch nicht ( - ich hätte ihn trotzdem gekauft !).
Vorher-Bild:

Offensichtliche Schäden waren: so gut wie keine Funktion der Elektrik , ein paar Rostlöcher, Bremsleitung platzte beim Verladen, etliche Fehlteile, tote Reifen.
Auf der Habenseite: ein deutscher Brief mit nur einem zivilen Vorbesitzer, LKW-Zulassung, Rad auf Haube und Nato-Kupplung eingetragen sowie fünf HiMiler auf Felge und einen Satz passender ET-Mikrofiches zum Kaufpreis dazu.
Zu Hause angekommen, zog der Landy auf der Hebebühne ein und fuhr die nächsten vier Wochen nur rauf und runter.
Die Bestandsaufnahme dauerte zwei Tage - einen Tag Schäden feststellen und einen Tag Bücher und Teile bestellen.
Zielsetzung: erst mal die Technik, damit er auf die Straße kommt - ich brauche ihn dringend.
Danach die Kosmetik, wobei fest steht, daß er seine Kampfspuren wenigstens blechseitig behält. Die Farbe läßt sich zum guten Teil mit der Ausblaspistole entfernen.
Was ich mir bisher nicht erklären kann: eine der sechs Farbschichten ist lila...

Da es aus beiden Bremstrommeln siffte, habe ich da angefangen:
links: verölt - Fett aus der Radnabe, weil ein besonders fähiger Schrauber den äußeren Dichtring mit Dirko innen eingeklebt hat und dafür den äußeren gleich ganz weggelassen hat.

Und rechts spricht das Bild:


später mehr...








