Vorstellung meines Defenders 110 ex. Army (2,5 D/ 51 kW)

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Claur
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Re: Vorstellung meines Defenders 110 ex. Army (2,5 D/ 51 kW)

Beitrag von Claur »

dos-punktos hat geschrieben: TÜV und so war alles gar nicht so schwierig, mußte halt nur das Teure Datenblatt vom Tüv kaufen, dann klappte das mit der Tüvabnahme
Hallo Holger,

wenn das bei dir auch noch nicht so lange zurückliegt, kannst Du mir da mit Unterlagen und Tipps zur Vorgehensweise zur Zulassung des Fahrzeugs helfen?
Was bezahlst Du aktuell an Steuer und Versicherung?
Warst Du vorher (ohne Fahrzeug) beim TÜV vorstellig, oder bist Du so aufs Geratewohl einfach vorgefahren?
Ist im Moment natürlich superspannend das Thema für mich, weil ich nicht annähernd eine Vorstellung davon habe, was da auf mich zukommt.

Gruß Chris


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dos-punktos
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Re: Vorstellung meines Defenders 110 ex. Army (2,5 D/ 51 kW)

Beitrag von dos-punktos »

Also, wo fang ich an?

Als Du dein Landy abgeholt hast , hast Du einmal eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für die Zulassung und ein Certificate of Origin bekommen . Diese Papiere brauchst du für die Zulassung, da du ja kein Fahrzeugbrief hast.

Mach ein paar Fotos vom Landy, besonders von den Typenschildern und von der Fahrzeugnummer die Vorne rechts in dem langen durchgängigen Träger war das glaub ich, im Rahmen eingestanzt ist.

Mit den Fotos erst mal zum Tüv, die werden Dir dann sagen, das Du ein Datenblatt brauchst.


Bei mir war es so, das ich mir selber ein Datenblatt vom Tüv ausstellen lassen mußte, das machen die nicht bei der TÜV Station, dafür ist ne andere Abteilung zuständig. Zu der Abteilung mußte ich dann auch die Fotos und die Fahrgestellnummer schicken. Was die genau brauchen, werden sie Dir wohl am Telefon sagen können.
Das Datenblatt kommt dann per Einschreiben und kostete mich ca. 190 Euro .

Wenn Du das Datenblatt hast, kannst Du mit dem Landy zum TÜV fahren. Dann läuft alles wie eine normale TÜV abnahme ab.
Ist nur etwas teurer. Kostete mich 160 Euro, ich glaub 35 Euro für Abgasuntersuchung kam noch dazu.
Also wenn Dein Landy technisch OK ist , hast Du eigentlich alles TÜV mäßig hinter Dir.


Knackstellen beim TÜV sind:
Reserverad auf der Motorhaube, und falls Du denkst Du könntest es einfach abbauen :evil: dann hast Du nämlich gefährlich abstehende Teile
Den Tarnlichtschalter wird der TÜV vielleicht auch bemängeln, weil Du das Bremslicht und so damit ausschalten kannst.
Wenn Du glück hast, sieht der TÜV die Kleine Tarnlampe unterm Fahrzeug nicht.
Die Rückstrahler die hinten flexibel am Heck angebracht sind, bemängelt er evtl. auch.Ich hab sie damals Provisorisch an die Bumper geklebt.
Besorg Dir auch nen Lenkradkralle, falls dein Landy kein Lenkradschloss hat. Ist sonst erheblicher Mangel.
Und wenn Du dann auf dem Weg zum TÜV bist, sieh kurz vorher nach ob Du evtl. Öl unterm Motor und Getríebe hast, wenn da nen Tropfe ist, wisch ihn vorher ebend weg. Sonst ists nen Mangel und Du musst wieder hin.
War bei mir nämlich so.

Jetzt könnte man denken, so pingelich muß der TÜV bei mir nicht sein, aber das blöde ist , wenn man wieder hin muß, kostet es nochmal 30 Euro, plus evtl wieder Kurzzeitkennzeichen.
Das wars eigentlich mit TÜV.

Ach ja, viel Spaß mit der Terminvergabe beim TÜV.

Zulassung ist auch leicht, mit den Oben genannten Papieren. Kostete bei mir 65 Euro Gebühren + 25 Euro für die Ausnahmegenehmigung der Lenkradkralle.

Steuern zahl ich für LKW ich glaub 180 Euro im Jahr. Versicherung zahl ich 390 Euro im Jahr, ich hab Schadensfreiheitjahre mit meiner Motorradversicherung getauscht.
Ansonsten wär es die erste LKW Versicherung gewesen, und dementsprechend teurer.

Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen, und falls noch fragen offen sind, einfach fragen. :)

Gruß
Holger
 

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Falk_Henkel
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Re: Vorstellung meines Defenders 110 ex. Army (2,5 D/ 51 kW)

Beitrag von Falk_Henkel »

Vorher mal abklären,ob der bei der Prüfstelle vorhandene aaS (amtlich anerkannter Sachverständiger, nur die dürfen das) Oldtimer oder noch besser Landys mag, hilft schon mal.
Wiegekarte mitbringen (ich habe es damals bei der Kiesgrube machen lassen, Fahrer drin und Tank halbvoll) macht auch Sinn, denn der Tithonus wiegt deutlich mehr, als das Datenblatt aussagt.
Bei mir standen im Datenblatt ungefähr 1900 kg, es waren aber 2300.
Der Prüfer hat das sofort gemerkt...
AU von einer Werkstatt mitbringen, die nett zum Motor ist, ist empfehlenswert, und den TÜV-Leuten ist das ganz recht, daß sie nicht mit den Mickymäusen auf den Ohren in die Kabine müssen...
Auf die richtige Beleuchtungseinstellung sind die ganz scharf, die wurde bei mir im Gegensatz zur Bremse richtig gründlich geprüft.
Die Bremsenprüfung hingegen bestand nur aus einem recht kurzen Fahrtest (Parkplatz in Halle), nachdem die TÜV-Ingenieurin schon genug vom Landy hatte (Pedalkräfte Kupplung :mrgreen: ).
Falls bei Dir der Aufkleber fehlt, der Neigungswinkel für das Einstellgerät beträgt 1,4%.
Wenn Deiner vor dem 1.1.1987 gebaut wurde, braucht er einen Rückfahrscheinwerfer, den wirst Du also nachrüsten müssen.
Hier im Forum gibt es verschiedene Tipps dazu.
Beim Tarnrücklicht habe ich die Blechhülle abgemacht, einmal Panzertape drumgeklebt, und die Blechhülle wieder drauf.
Dann leuchtet da erstmal nichts mehr...
Zur Beleuchtung werden die Dich fragen, wo die angeht, dann zeigst Du es ihnen, indem Du den Schalter drehst.
Dann kommen auch keine dummen Fragen auf... :mrgreen:
Die Kontrolllampe für den Warnblinker (ist denen wohl auch wichtig) ist die gleiche wie die für die Anhängerblinkanlage.
Nur, falls die danach fragen...

Kopier Dir sicherheitshalber alle Unterlagen vorher, da Du nie weisst, was Du zurück bekommst.

Bei mir war es eine total unproblematische Angelegenheit, kein Ärger wegen des fehlenden Lenkradschlosses, kein Theater wegen des Reserverades auf der Haube, kein Problem mit der "Militärfarbe".
Der Prüfer hatte aber auch schon mal einen Landy gesehen... :mrgreen:
 

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dos-punktos
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Re: Vorstellung meines Defenders 110 ex. Army (2,5 D/ 51 kW)

Beitrag von dos-punktos »

Da kann man mal sehen wie unterschiedlich die Tüvstationen prüfen. Ich hatte glaub ich aber auch einen sehr pingeligen Prüfer.

Das ist alles halb so schlimm :wink:
 

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Claur
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Re: Vorstellung meines Defenders 110 ex. Army (2,5 D/ 51 kW)

Beitrag von Claur »

Hallo und Danke!

Das sind ja mal echt hilfreiche Tipps und Anregungen. Das Datenblatt habe ich gestern noch beim TÜV angefordert, Kopien der Dokumente beigelegt und Bilder mitgeschickt. Mal schauen wann das dann bei mir ankommt. Das mit der Lenkradkralle und dem Reserverad werde ich mal so riskieren. An sonsten werde ich das so machen wie beschrieben. Die ersten Teile habe ich auch schon demontiert und Kontakt zu einem Lieferanten für eine 3,5 to. AHK aufgenommen. (Kugelkopf/ Maul- Kombination)

Das mit dem Wiegen kriege ich auch gebacken, nur bei der AU fehlen mir die Connections. Da gehe ich in die nächste freie Werkstatt und warte mal ab, was dabei rauskommt.

Hoffe mal, dass ich dann Montag in 8 Tagen den Gang zum TÜV antreten kann :mrgreen:
 

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Re: Vorstellung meines Defenders 110 ex. Army (2,5 D/ 51 kW)

Beitrag von Claur »

Liebe Gemeinde,

gestern war also der Rag der Tage. Der Landy war beim TÜV und anschließend bei der Zulassungsstelle.

TÜV wär völlig entspannt. Ich glaube, der Sachverständige hatte fasst ein bisschen Spaß an der Sache. Nachdem ich vor 8 Tagen mit ihm den Papierkram schon durchgegangen bin und Fotos gesichtet hatten, war klar, was gemacht sein müsste.

Ersatzrad auf der Haube, fehlendes Lenkradschloss, Tarnlicht und Natoschalter, alles kein Problem.

Die AU musste auch gemacht werden. Obwohl das Ding einigermaßen qualmte, alles Bestens.

Funktion der Bremse, Lichteinstellung wurden im Fahrtest geprüft. Also nicht auf dem Prüfstand.

Die AHK hat er zwar in Augenschein genommen, wurde aber nicht in die Papiere eingetragen.

Von der Zulassungsstelle hat er dann die Fahrzeugpapiere als LKW geschl. Kasten erhalten.

Wenn jetzt der Steuerbescheid auch noch passt, würde ich das fast als Spaziergang bezeichnen. Mit der Versicherung bin ich noch fleißig am Handeln. Da ich keinen freien Vertrag habe, von dem ich den SF übernehmen könnte, würde ich mit SF2 eingestuft werden und rund 400,00 €/ jährlich. berappen müssen.

Ok, ist auch nur für das erste Jahr. Die Prämie sinkt ja auch und mit dem zarten Alter von 25 ist dann auch die Youngtimerversicherung möglich.

Allen, die mich unterstützt hatten an dieser Stelle herzlichen Dank.

Allen, die vor haben sich auch so ein Ungetüm zuzulegen: Alles halb so wild, wenn man strukturiert vor geht!

Grüße aus der Opf.
Chris




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Re: Vorstellung meines Defenders 110 ex. Army (2,5 D/ 51 kW)

Beitrag von RobAnybody »

Hallo Chris,
Bei welchem TüV in der Opf. Warst du denn?

Gruß
Rob


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Re: Vorstellung meines Defenders 110 ex. Army (2,5 D/ 51 kW)

Beitrag von Fursty Ferret »

Na dann gratuliere ich Dir zu dieser wohl sehr entspannten TÜV-Abnahme :)
 

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Gruss,
Christian
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Re: Vorstellung meines Defenders 110 ex. Army (2,5 D/ 51 kW)

Beitrag von Claur »

Das war der TÜV in Sulzbach Rosenberg. Der Sachverständige heißt Udo Reichel. Super angenehme Person. Kann ich nur empfehlen.

Gruß Chris


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Re: Vorstellung meines Defenders 110 ex. Army (2,5 D/ 51 kW)

Beitrag von dos-punktos »

Na auch von mir Glückwunsch!
Und der Jahresbeitrag von deiner Versicherung ist auch günstig, ich zahl nachdem ich die SF getauscht hab etwa 360 Euro, dafür zahl ich 30 mehr beim Motorrad !
Gruß
Holger
 

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