auch auf die Gefahr hin, reflexartige Bewegungen zur Chipstüte und in den Kühlschrank zu provozieren, will ich doch mal meine Erfahrungen mit dem Zweitaktöl im Diesel zum Besten geben...
Vorweg muß ich sagen, daß mein Defender auch ohne Zweitaktöl genug blauen und schwarzen Rauch absondert, vor allem, wenn er kalt ist...(AU hat er trotzdem bestanden
Ich bin jetzt einige Tage mit Kurzzeitkennzeichen unterwegs, weil ich am Donnerstag (endlich!!!) den Termin für die §21-Abnahme habe, und der erste Weg führte natürlich zur Tankstelle.
Ich habe dann einen Liter Zweitaktöl auf den Tankinhalt gegeben, also Mischungsverhältnis ca. 1:80.
Als Trabi- und Schwalbefahrer kann ich aus Erfahrung sagen, daß es selbst im dort vorgeschriebenen Mischungsverhältnis 1:50 nur beim Kaltstart leicht qualmt, und sobald der Motor warm ist, merkt man es nur noch minimal am Geruch.
Die Bilder von stinkenden und qualmenden Trabis sind eher der "Viel hilft viel"-Mentalität und den schlechten DDR-Ölen zu verdanken, wobei damals auch gerne mal statt Zweitaktöl Altöl in den Tank kam.
Den hohen Anteil habe ich nur jetzt beim ersten Mal gewählt, um die Reinigungswirkung des (teilsynthetischen) Zweitaktöls zu nutzen.
In irgendeinem Forum (ich glaube, Mercedes) habe ich zumindest gelesen, daß das Zweitaktöl die Einspritzdüsen reinigen und Ablagerungen beseitigen kann.
Im Alltagsbetrieb reicht zur Kompensation der beim heutigen Diesel verschlechterten Schmierwirkung auch ein MIschungsverhältnis von 1:250 (also 1/3 l pro Tankfüllung) aus.
Ich habe schon auf den ersten Kilometern einen ruhigeren und weicheren Motorlauf feststellen können, und er nagelt nicht mehr so stark.
Die Kosten halten sich im Rahmen, da ich für den Liter ca. 3,- € bezahle (20l-Kanister), und ich es ja ohnehin rumstehen habe.