da hatte ich mich sooo gefreut, und nun das!
Aber der Reihe nach.
Gestern haben wir uns, in der Hoffnung Mittelsitzschienen für unseren Dicken zu finden, auf den langen Weg nach Aachen gemacht. Kurz bevor wir losfuhren, fragte ich noch meinen Liebsten, ob er auch das Geodreieck, pardon, das Warndreieck eingepackt hat. Wenn man nämlich gerüstet ist, passiert auch nichts, dessen bin ich absolut überzeugt. War ich. Daraufhin hatte er noch die glorreiche Idee, Warnwesten einzupacken: "Kommst Du nämlich in eine Kontrolle, dann werden die auch kontrolliert! Wobei... mit dem Oliven ist die Gefahr einer Kontrolle nicht so groß!"
Jedenfalls sind wir die 230 km in einem Rutsch durchgefahren. Am Ziel angekommen, kamen wir aus dem Grinsen nicht mehr heraus, sooo viele schöne alte Landys. Schwärm!
Noch vor dem Teilemarkt haben wir uns ins Gewühl vor dem Imbiss-Stand gereiht und erst ein mal unser spätes Frühstück genossen. Bezüglich der Sitzschienen wurden wir auch fündig, und dazu waren sie echt günstig! Allerdings haben wir anschließend festgestellt, dass die Schienen nicht so ohne weitere Modifikation passen. Nun gut, was nicht passt, wird passend gemacht. Hatte ich ja schon mit gerechnet. An dem gleichen Stand haben wir noch ein Halteblech mit Öltemperaturmesser gefunden (hoffentlich funktioniert der
Anschließend haben wir noch an dem Nachbarstand in einer Kiste mit Feuerlöschern gegruschdelt, da hörte ich eine Stimme von hinten: "Der passt aber nicht in Euren 110er!" Woher weiß der Gute Mann, dass wir einen 110er haben? Wir parken doch soo weit weg! Erkannt wurden wir wegen unserer "Bestie"! (Danke Werner
Schließlich hab ich - ein Griff, ein Treffer - noch für schmale 15,-€ Lederhandschuhe - passend zu meiner Jacke in Desert DPM gefunden - der nächste Winter kommt bestimmt! Alles in Allem ein voller Erfolg unser Ausflug!
An der belgischen Grenze hatten wir noch getankt, damit wir nicht wegen leerem Tank auf der Autobahn liegen bleiben. Sind wir auch nicht! Jedenfalls nicht wegen dem Tank
Noch keine geschätzten 30 km weiter hörten wir ein böses Geräusch, es klang ein wenig wie ein stark vibrierendes oder klapperndes Blech. Glücklicherweise kam da ein Parkplatz, wir also raus, Motorhaube auf und nachgeschaut. Mutmaßlich kam es vom Lüfterrad, welches gegen ein Blech klapperte, aber eine Überprüfung ergab: das klingt anders. Mein Privatschrauber krabbelte unter das Auto, ob er dort etwas erkennen konnte: Nada! Und da das Geräusch beim Auskuppeln weg war, konnten wir auch nicht erroieren, woher es denn wirklich kam. Im Auto hörte es sich an, als ob es von vorne links kam.
Also wieder rein in den Bock und weiter! Unser Glück dauerte aber nicht lange. Kurz nachdem wir (noch in Belgien befindlich) auf die E42 gefahren waren, bei Kilometer 10, schepperte es wieder, der Motor ging aus, und hinter uns erschien eine dichte Nebelwand und wir konnten (bergauf) mit dem Restschwung grad noch auf den Randstreifen rollen. Wir haben fluchtartig das Auto verlassen, Warnwesten angezogen, Geodreieck - pardon - Warndreieck aufgestellt und gesehen: der ganze Qualm kam lediglich aus dem Auspuff.
Glücklicherweise kam kein Mensch zu schaden, es gab auch keinen Folgeunfall.
Nachdem hier schon von horrenden Abschleppkosten für ein kleines Stück in Frankreich berichtet wurde, kam die Sorge, dass uns das selbe Schicksal wiederfahren würde, aber zum Glück sind wir Plus-Mitglied im ADAC. Die nette Dame vom ADAC hatte etwas regeln können. Nach rd. 2,5 Std. Wartezeit wurden wir von einem Abschleppdienst des ADAC nach Prüm gefahren. Dort konnten wir uns dann von der Familie abholen lassen; wegen unserer "Bestie" - und der fortgeschrittenen Stunde - hatten wir keine Chance auf einen Leihwagen. Hunde (und vor allem große Hunde) sind von den Leihwagenfirmen nicht gern gesehene Gäste. Da ist man als Hundebesitzer doch schon wieder angeschi**en!
Während wir also weitere 1,5 Std. auf unseren Heimholdienst warteten, gönnten wir uns noch ein mehr oder weniger feudales Picknick in unserem toten Landy. Hin dauerte die Fahrt 3 Stunden, zurück waren wir fast 8 Std. unterwegs
Heute haben wir schon geklärt, dass das Auto nächste Woche bei unserer freien Werkstatt abgestellt werden kann. Was dann kommt, weiß der Himmel. Aufgrund der Symptome wurden schon ettliche Mutmaßungen angestellt, von Lagerschaden über Kolbenfresser etc, ich hab da ja echt keine Ahnung (und mein Privatschrauber auch nicht unbedingt
Grad eben hab ich gesehen, dass in Witham heut und morgen einige Austauschmotoren für kleines Geld angeboten werden, die sind jedoch nicht überprüft, und da kaufe ich dann die Katze im Sack. Wäre in unserem Haushalt ein erfahrener Motorschrauber... keine Frage. Aber so? Dann wäre noch das Problem zu klären: Wie hier her bekommen? Uhuhäää, Heul! Und soll ich noch mal einen 2,5 n/a reinbauen (lassen) oder kann ich ohne großen Aufwand, wenn schon ATM, einen etwas stärkeren Motor einbauen (lassen) ohne große Probleme und ohne das in vier Jahren gewünschte History-Kennzeichen zu gefährden?
Traurige Grüße
Tina


