wie hier sicher schon durch meine vielen Fragen bemerkt wurde, bauen der Kleine und der Große Meier den letztes Jahr erstandenen Defender gerade wieder auf. Ein richtiges Aufbauen ist es nicht, da die Technik und die Substanz von Hause aus sehr gut, wenn nicht sogar überragend sind für ein 27 Jahre altes Auto. Es ist eher ein "schön machen".
Da dies aber doch in viele kleine interessante Arbeitschritte und bei uns in mehrere Phasen unterteilt ist, möchte ich hier gern einen kleinen "Erlebnissbericht" geben.
Phase 1 - Heck ab Spritzschutzwand
Bei unserer ersten Bauphase geht es um das bei allen Rahmenfahrzeugen besonders gefährdete Heck.
Da sich dort erfahrungsgemäß der meiste Dreck ansammelt und kein wärmender Motor in der Nähe ist, der das Salzwasser im Winter abtrocknen könnte, ist das Heck unserer Meinung nach das Fahrzeugteil, was als erstes auf Vordermann gebracht werden muss.
In Phase 2 werden wir im Frühjahr nach und nach die Front ab Spritzschutzwand in Angriff nehmen und in Phase 3 wird die Technik (Motor - Getriebe - Antriebsstrang) überarbeitet. Wartungen natürlich immer außerhalb der Planung.
Nun zu Phase 1 - Heck
Zwischen den Jahren hatten der kleine und der große Meier ein paar Tage Zeit und was bietet sich da besser an als einen Defender zu zerlegen. Gedacht, getan.
Dach runter, Seitenwände ab, Heckwanne abgenommen, Sitzkiste raus.




Man beachte UNSERE Variante des Türaufhalters.

Tank raus, Hecktraverse extra Behandlung zu kommen lassen.
Ansonsten abbürsten des Rahmens mit der Drahtbürste, abblasen und anschließendes Azetonieren.



Rahmen SCHWARZ machen.
Schön zu erkennen der Kleine Meier beim filigranen Kabelpuzzeln.



Ladefläche mit dem Heißluftfön abbrennen. Bei der Gelegenheit und weils einem diese englische Russentechnik leicht macht alle Quertraversen und Laderaumschienen demontiert. Dadurch ist ein viel leichteres, großflächiges Arbeiten möglich und man kann gleich die Alufraß-Löcher in den Längstraversen reparieren und für ordentlich Trennung später von Alu und Eisen sorgen.


Dann den ganzen Kram schön WEIß gemacht und von unten schonmal SCHWARZ dran.

Sitzkiste auch gleich kontrolliert gesprengt und die stark befallenen Stellen der Blechkisten mit ROT vorbehandelt. Auch hier kann man durch die Demontage für eine spätere schöne Sperrschicht zwischen Eisen und Alu sorgen.

Kleinteile wie Seitenkisten oder Bodenbleche werden immer so nebenbei SCHWARZ bzw. GRüN gemacht.
Zur Zeit läuft die SCHWARZ-Machung des Laderaumbodens und demnächst steht dann das GRüNen der Ladefläche und der Sitzkiste an.
Ein großes Sortiment Schrauben liegt bereits am Lager und die ÖLUNG des Rahmens bekommt er natürlich vor dem Zusammenbau.
Der IngoH würde sagen: "Eigentlich sollte nur die linke Seite lackiert werden."
Hoffe es gefällt und hilft dem einen oder anderen weiter bei seiner Entscheidungsfindung.
Grüße
der große Meier
Legende:
WEIß - Alu-Grundierung Etch-Primer von Militärlacke.de
SCHWARZ - Brantho Korrux 3in1
ROT - Rostpenetrierer rot von Militärlacke.de
GRüN - BS 285 Nato Green von Militärlacke.de
ÖLUNG - FluidFilm Liquid A



