Die Geschichte hat nun folgenden Ausgang genommen, den ich Euch nach der regen Resonanz nicht vorenthalten will:
Wie gesagt, Traverse war schon draußen, als ich hörte, Getriebe nach oben raus ist besser,

weil da kriegste´s wieder rein. War übrigens ein klasse Tip!
Die Sitzkiste zu entfernen war zwar auch fummelig, aber schien mir sinnvoller, als Getriebehalter und Auspuff abzunehmen.
Bergegurte solange um Dachträger gewickelt, bis die Länge stimmte, mit dicken Schäkeln zusammengehalten. Ein paar Quer- und Langshölzer hier und da, um die seitlichen Kräfte abzuleiten.
Motor mit Wagenheber am Schwungradgehäuse abgestützt. Schluppen so um das Getriebe gelegt, das der Haken des Kettenzuges weit unten eingehakt werden konnte. Leicht angehoben. Schwerpunkt angetest und rausgejuckelt. Weiter angehoben und schon hing es frei, man konnte es drehen und die Kupplungsglocke auf dem linken Rahmen etwas absetzen.
Fehlerursache: Die Ausrückgabel wurde von einer Kugel erwischt. Glatter Durchschuß sozusagen.
Ausrücker, Gabel, Reibscheibe und Druckplatte waren in nur einer Stunde gewechselt! Innerhalb des Gehäuses war es Gottseidank pupstrocken. OK, dann wieder alles zusammenbauen.
Ich bin heilfroh, daß wir es nicht nach unten raus haben!!
Das Anflanschen gestaltet sich etwas schwieriger, eben wegen diesem bescheuerten Schwerpunkt. Damit es nicht wieder rausflutscht, haben wir ein paar Muttern wieder draufgeschraubt, quasi als Sicherung. Es ging dann ohne gröbere Gewalt anzuwenden. Nochmal muss ich das aber nicht haben.
Dach und Dachträger hielten dank der Spriessen der Belastung ohne Schaden zu nehmen stand. Aber die Traverse mußte wieder rein. Hmh. wie nur
Habe erstmal geguckt, es fehlten ca. 1,5-2,0mm zwischen den Längsträgern.

Mittels zweier Brettchen und einen Kantholz, das ich wie einen Keil zwischen die Längsträger reingeschlagen habe. Das reichte, um den Rahmen zu spreitzen, so konnte ich die Traverse von unten reindrücken. Vorher etwas einfetten, dann flutscht´se besser. Mit zwei Rangierwagenhebern links+rechts ohne dabei zu verkeilen fast bis in die Ausgangposition gedrückt. Der Rest davon ging recht einfach.
Die Kardanwellen, Handbremsrelais (da hätten´se mich fast geholt) Sitzkiste und Bodenbleche mußten auch wieder rein. Sind halt eine Menge Schrauben, die wieder festgemacht werden wollen.
Alles in allem anstrengender und langwieriger als gedacht. Wie immer eben

Habe dabei eine Menge Passanten kennengelernt, die nur noch mit dem Kopf geschüttelt haben, Kinder mußten die Straßenseite wechseln, durfte den zarten Duft von Hundekot auf der benarchbarten Grünfläche ertragen.

Aber egal, Landy rennt jetzt wieder Schmitz Katz

Hoffentlich erstmal ohne größere Ausfälle
Grüße
Daniel